BerlinMan 2014

Letzten Samstag habe ich zum zweiten Mal beim BerlinMan am Wannsee teilgenommen.
Für den, der vergessen hat, was ein Triathlon ist, haben meine Kommilitonen noch einmal eine kurze Grafik zusammengestellt:
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Schon am Vortag war ich kurz am Wannsee um die Startunterlagen abzuholen. Anders geht das leider nicht, man muss also die lange Fahrt (für mich ca 1.5h one way) in Kauf nehmen. Am Wettkampftag bedeutete das also früh Aufstehen für alle Beteiligten. Nachdem ich nur kurz meine Sachen in der proppenvollen Wechselzone abgestellt hatte machte ich mich auf den Weg die Strecke zu erkunden.

Dort machten sich bereits die Quadrathleten bereit für den Start der Quadrathlon WM kurz vor der ersten Jedermensch-Triathlon-Startwelle.
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Laut Wetterdienst der FU-Berlin betrug die Wassertemperatur am Vortag noch 18°C. Um also ein Gefühl dafür zu haben, was mich später erwartet (wenn auch wohl geschützt im Neoprenanzug) war also eine subjektive Temperaturmessung unabdingbar. Interessanterweise zeigte sich da auch der nicht zu appetitliche Zustand des Wannsees. Beim Schwimmen also lieber besonders darauf achten nicht wieder zu viel zu trinken…
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Auf dem Weg zurück zur Wechselzone habe ich noch schnell einen Schnappschuss ergattert von der Treppe, die es gilt heraufzurennen nach dem Schwimmausstieg. Oben angekommen sind es noch einmal gut 200m bis zum Rad (vom Wasser aus) hinter dem Eingangsgebäude des Strandbads. Zum Glück bin ich etwas darauf eingestellt, da ich beiLauf/Schwimm Kombitrainings direkt nach dem Schwimmen einen Hang hinauflaufen muss. Hier der Eindruck davon.
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Oben am Eingang der Wechselzone angekommen kann man den Blick über etwa 600 Fahrräder schweifen lassen. Vorn im Bild die Räder vom Quadrathlon, dann folgend Damen und anschließend Herren absteigenden Alters. Mein Rad steht also fast ganz am anderen Ende des Bildes. Für den Wettkampf ist das allerdings ideal, da hinten auch der Ausgang zur Radstrecke ist. So muss man das Rad nach dem Wechsel nicht allzu weit schieben. Trotz der grünen Teppiche muss man geheuer aufpassen wenn man Barfuß (und auch mit Schuhwerk) darüber läuft, da darunter einige grobe Wurzeln und spitze Steine versteckt sind.
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Kurz vor dem Start wurde ich von einem unangekündigten Fanclub überrascht! Es ist immer gigantisch solch guten Support zu bekommen. Es folgen also einige Fotos, die mir Sandra zur Verfügung gestellt hat.
Der Start erfolgte für die 550 Triathleten ab 9:00 Uhr in mehreren Wellen. Meine Gruppe startete ganz zum Schluss, etwa eine gute viertel Stunde später. Im Bild erkennt man die Schwimmstrecke. Zunächst wird vom Steg zur hintersten Boje geschwommen um nach einer 180° Wende hinter den im Bild nicht sichtbaren Steg  bis an das Ufer zu schwimmen. Es folgt dann die erwähnte Treppe…
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An der Treppe habe ich auch meine Kommilitonen überrascht, die noch nicht mit mir gerechnet haben. Anscheinend war ich diesmal nicht der Letzte aus dem Wasser… Das bestätigt auch die Platzierung, die sich durch die Zeit von etwa 17 Minuten inklusive Treppe + Laufen ergibt. Auf der Radstrecke mit mehreren Anstiegen war es wie schon beim letzten Mal hoffnungslos überfüllt. Das lässt sich auch erwarten bei über 500 Leuten, die sich auf 24km verteilen sollen. Eine windschattenfreie und gleichzeitig sichere Fahrt bei Gegenverkehr ist schlichtweg nicht möglich, wenn man möglichst schnell fahren will. So weit es ging habe ich es aber dennoch versucht. Nach der 38km/h Fahrt (4km/h schneller als beim letzten Mal) gibt es wieder Bilder vom Fanclub, wie ich gerade meine Schuhe ausziehe.
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Bisher ging alles recht zügig zur Sache. Also blieb mir nach dem sockenlosen Wechsel nur noch auch beim Laufen absolut Vollgas zu geben. Mittlerweile war mein Kopf auch ausreichend darauf eingestellt nicht mehr auf die Körpersignale zu hören. Letzten Endes ist es bei einem Sprint-Triathlon auch nur eine kurze Angelegenheit, die man verkürzen kann, wenn man schneller läuft. Schnaufend und prustend rannte ich also wie ein Verfolgter. Kurz vor dem Ziel eröffnete sich mir noch einmal die kurze Gelegenheit ein Blick auf die liebevoll erstellten Schilder zu werfen…
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… und den Lauf auf den letzten paar hundert Metern mit gefühltem Vollsprint durch das Ziel abzuschließen.
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Endzeit 1:21:02 und damit 33. gesamt. Das sieht ganz gut aus, wenn man sich alle ausgehängten Ergebnislisten nebeneinander ansieht.
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Genug mit dem Geprahle. Es bleibt eigentlich einen riesigen Dank an Sandra, Willi, Malte und Paul auszusprechen, die mich überrascht und supportet haben. Diese mentale Stütze hilft tatsächlich Wunder, wenn man in der Wettkampfsituation lieber einmal langsamer werden möchte. Hier also ein goldiges Finisherfoto:
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Nach einer Runde Schach ging es dann schließlich wieder in Richtung Heimat.
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Noch etwas Statisik:
2014:
1:21:02 (33), swim 0:17:21(172), bike 0:41:38( 13 ), run 0:22:03( 61 ), AK (TM25) 6.
(mit Neo, keine Landesmeisterschaften, Ergebnisse)

2012:
1:23:38 (18), swim 0:16:28(152), bike 0:44:57( 13 ), run 0:22:13( 33 ), AK(TM20) 1. (nur Jedermann)
1:23:38 (40), swim 0:16:28(185), bike 0:44:57( 30 ), run 0:22:13( 51 ), AK(TM20) 3. (mit Landesmeisterschaften)
(ohne Neo)

GPS Tracks: Rad, Lauf

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