Ingress Recursion als schlechteste Wettkampfvorbereitung (Berliner Halbmarathon 2014)

Das dritte Jahr in Folge habe ich mich zum Berliner Halbmarathon gemeldet. Diesmal steht der allerdings nicht so im Fokus wie nach der “Enttäuschung” im letzten Jahr. Eher ist es ein (guter?) Vorbereitungswettkampf für den Hamburger Marathon in einem Monat. Statt heftiger Intervalltrainings und schneller Läufe habe ich mir eher lockere lange Einheiten auf den Plan geschrieben und nur nebensächlich Geschwindigkeit geachtet.

Die letzte Woche vorm Wettkampftag war allerdings noch einmal eine ungünstige Belastung für die Beine. Über 50km bin ich gegangen um mich für das Finale der Recursion am Samstag vorm Halbmarathon vorzubereiten. Das hat ziemlich schwere Beine zur Folge gehabt. Dieses Event war das Finale einer Reihe von sogenannten XM-Anomalien beim positionsbasierten Spiel Ingress. Über 1200 Spieler kamen zusammen um in zwei Teams die Übermacht in verschiedenen Regionen zu erlangen. In wenigen Sätzen ist das Konzept des Spiels schwer zu erklären, daher probiere ich es nicht 🙂

Hier ein Gruppenfoto im Amphitheater im Mauerpark:

Recursion_Berlin-klein

Hier größer (wer findet mich)

Nach diesem äußerst tollen Tag nun aber zum zur Hauptsache, dem Halbmarathon. Die sportliche Vorbereitung stand also. Ausdauer sehr gut, Schnelligkeit nicht ganz so. Der Rest der Vorbereitung war eher mager. Ich habe meine Pacetabelle vergessen, den Streckenplan nicht angeguckt, meine alten Zeiten nicht noch einmal gecheckt, kein Gel für zwischendurch eingepackt, nicht das Wetter gecheckt,…

Irgendwie alles nicht so ideal. Aber ich hatte meine Laufkleidung und Laufschuhe an. Immerhin. Losgelaufen bin ich mit einem recht guten Schnitt. Nach zwei Kilometern habe ich einen super Pacemaker gefunden. Sein Laufstil mit sehr prägnantem Aufsetzen des linken Fußes war sehr hilfreich einfach das Hirn abzuschalten und in seinem Takt hinterher zu laufen. Bei Kilometer 6/7 fing die Sonne an, an mir zu nagen. Das Unterhemd war wohl doch zu viel. Also beim Laufen ausiehen und irgendwie bis zum nächsten Verpflegungspunkt nach der 10km Marke kommen. Wie man an der Aufzeichnung sieht, habe ich meinen Pacemaker dann mal in Ruhe gelassen und habe probiert mich mit Wasser und ruhigerer Laufweise wieder auf ein brauchbares Niveau herunterzukühlen. Weiter also mit gemütlichem Cruising-pace…

Erst für die letzten 5 Kilometer hatte ich dann wieder den Antrieb etwas schneller zu laufen um abschließend die letzten zwei Kilometer richtig Druck zu machen. Obwohl ich das gar nicht forciert hatte, bin ich mit 1:41:36 erstaunlich nahe an meine Bestzeit (1:41:10) gekommen.

Nach dem Zielbereich warteten schon zwei Freunde mit einem Bierchen um den Tag gebührend unsportlich im Park ausklingen zu lassen. Da ich leider kein einziges Bild an diesem Tag geschossen habe folgt direkt etwas Statistikbla:

2010: 10k split: ?:??:??, 21.1k: 1:46:31
2012: 10k split: 0:48:02, 21.1k: 1:43:28
2013: 10k split: 0:46:47, 21.1k: 1:41:10
2014: 10k split: 0:47:43, 21.1k: 1:41:36

Track:
http://connect.garmin.com/activity/470048854
https://www.runtastic.com/en/users/Tim-Tim-/sport-sessions/198781449
Ergebnis:
http://results.berliner-halbmarathon.de/2014/?content=detail&fpid=search&pid=search&idp=99999905C9AF38000033A7A4&lang=EN&event=HML

Zusätzlich habe ich eine neue Seite angelegt, auf der meine Wettkampfergebnisse und zukünftigen Events gelistet sind. Next stop: Hamburg Marathon am 4.5.!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

go away! *